Rudy Giovannini Bürgerlicher Name "Rudi Giovannini" (18. November 1974 in Bozen, Künstlername als klassischer Sänger Rodolfo Giovannini) ist ein Südtiroler Tenor und Sänger volkstümlicher Musik. Seine klassische Gesangsausbildung absolvierte er an den Konservatorien von Bozen und Verona und bei Maestro Arrigo Pola in Modena auch Lehrer von Luciano Pavarotti.

Giovannini feierte seinen Durchbruch im Jahr 2000, als er mit dem Titel Amore, Amore beim Grand Prix der Volksmusik als Neuling auf Anhieb den dritten Platz erreichte. Diesen Erfolg konnte er 2002 mit Donna della Raspa wiederholen.

Der größte Erfolg seiner Karriere gelang ihm 2006, mit dem Sieg des Grand Prix der Volksmusik, in Begleitung von Belsy und des Coro Monti Pallidi in München und dem Lied Salve Regina. Es war der vierte Sieg Südtitrols bzw. der dritte Sieg in Folge beim Grand Prix der Volksmusik.

 

Seine Wurzeln hat er in Leifers, nur wenige Kilometer von Bozen entfernt. Hier tankt der „Caruso der Berge“, wie Rudy Giovannini oft auch genannt wird, immer wieder die Kraft für seine zahlreichen Auftritte im gesamten deutschsprachigen Raum.

Schon seit seiner Kindheit liebt Rudy Giovannini die Musik und sammelte im Kirchenchor und später in einer Jugendband bereits erste Bühnenerfahrungen, bis er eines Tages von Freuden zu einem Opernbesuch überredet wurde. Ein sehr einflussreiches Ereignis, denn Rudy war von der Aufführung so begeistert, dass er ebenfalls Opernsänger werden wollte und daraufhin an den Konservatorien von Bozen, Verona und Modena (bei Maestro Arrigo Pola, der bereits Luciano Pavarotti ausbildete) eine klassische Gesangsausbildung absolvierte.
Welche gute Ausbildung der Südtiroler genießen durfte, zeigt er dann auch bei Konzerten gerne, indem er das Mikrofon ausschaltet und einfach so ohne die Hilfe der modernen Technik singt.

Luciano Pavarotti – der für Rudy ein väterlicher Freund war – ist an dessen volkstümlicher Karriere übrigens nicht ganz unschuldig: Mit seiner Äußerung „Es gibt keine Musik erster oder zweiter Klasse, es gibt nur schöne oder schlechte Musik; was du machen willst, ist schöne Musik“, sprach er aus, was Volksmusikfans eigentlich schon lange wussten und beseitigte damit Rudy Giovanninis letzten Zweifel, den Wechsel von der Klassik zur Unterhaltungsmusik zu wagen.
Seine klassischen Wurzeln hat der vielseitige Sänger aber nie vergessen, wie man an seinem Repertoire deutlich erkennt. Auf seinen CDs findet man vorwiegend Lieder, die sehr hohe Ansprüche an die Stimme des Interpreten stellen, egal ob es sich dabei um Schlager, volkstümliche Musik, italienische Folklore oder klassische Musik handelt.

Und als im Jahr 2000 Südtirol erstmals als eigenes Land beim Grand Prix der Volksmusik teilnahm, war der sympathische Tenor bereits dabei und belegte mit seinem Lied „Amore, amore“ beim internationalen Finale auf Anhieb den dritten Platz.
In seiner Heimatstadt Leifers musste dieser Erfolg natürlich gefeiert werden – mit dem ersten „Rudy Giovannini Köfelefest“, das für viele Fans inzwischen zum (angenehmen) Pflichttermin geworden ist.

Der Erfolg von 2000 wiederholte sich dann zwei Jahre später. Auch „Donna della Raspa“ kam beim Finale auf den dritten Platz.

Im August 2006 schaffe er es dann zusammen mit Belsy erneut ins Finale des Grand Prix der Volksmusik. Für ihr gemeinsames Lied „Salve Regina“, das Rudy selbst zusammen mit Marco Diana geschrieben hatte, gab es aus allen Ländern die höchste Punktzahl und so holten sie den Bergkristall nach den Ladinern und den Psayrern zum dritten Mal in Folge nach Südtirol.
Viele weitere Ehrungen konnte er entgegennehmen: 2004 erhielt er als „beliebtester Sänger Südtirols“ die „Meraner Rose in Gold“, 2005 den Herbert-Roth-Preis als erfolgreichster Tenor der Volksmusik und mehrfach wurde er bei „Achims Hitparade“ (MDR) zum Musikantenkönig gekürt. Im Juli 2006 stellte er dabei sogar einen Rekord auf: 72 % der abgegebenen Stimmen kamen für seine Interpretation des wunderschönen Liedes „La Montanara“, eine Quote die vorher noch niemand schaffte - und auch niemand mehr schaffen wird, nachdem die Sendung leider eingestellt wurde.

Als 2007 erstmals in Südtirol der „Mountain Echo“ vergeben wurde, räumte Rudy Giovannini auch hier ab, er wurde von der Jury zum würdigen Empfänger dieser Auszeichnung gewählt.
Bei seinem Köfelefest 2008 durfte er für 15.000 verkaufte Exemplare von "Salve Regina" in Österreich eine goldene Schallplatte entgegen nehmen.

Sogar bis zum Vatikan drang Rudy Giovanninis Ruf: 3x durfte er bei der Weihnachtsaudienz für Papst Johannes Paul II. singen, 2006 dann auch für dessen Nachfolger Benedikt XVI. Ihm hat Rudy den „Benedictus-Jodler“ gewidmet, den er auf seiner Weihnachts-CD zusammen mit Anneliese Breitenberger singt.

2008 konnte man eine neue Facette an Rudy Giovannini erleben: der ursprünglich für den Südtiroler Vorentscheid zum Grand Prix der Volksmusik vorgesehene Moderator musste aus gesundheitlichen Gründen absagen. Um die Veranstaltung zu retten, sprangen Rudy und Angelina kurzfristig ein. Beide haben diese Aufgabe mit Bravour gemeistert, was viele Fans sicher bestätigen können, nicht nur die aus Südtirol. Erstmals gab es von dem Vorentscheid auch eine Radioübertragung, die via Internet weltweit verfolgt werden konnte.